Über mich

Alles hat seine Zeit und Geschichte! Wer bin ich, und wenn ja, wieviele?

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Seine künstlerische Laufbahn begann sehr früh. Schon mit drei Jahren stand er auf der Bühne und trug Lieder vor, die sein Großvater für ihn geschrieben hatte. Mit sieben Jahren begann er Klavier und Flöte zu spielen, wandte sich mit zwölf dem Pop und Rock zu und sang selbst komponierend mit diversen Bands auf grossen Festivals.. Während der Schulzeit spielte er in Theater-AGs und hatte erste Berührungspunkte mit der Oper, als er im Alter von 17 Jahren den Colas in Mozarts Bastien und Bastienne sang.

Nach dem Abitur und neben einem Studium der Geschichte, Philosophie, Musikwissenschaft und Schulmusik wandte er sich ganz dem Gesang zu und diplomierte an der Musikhochschule Köln bei Lieselotte Hammes und Kurt Moll in den Fächern Gesang und Gesangspädagogik.

Seine ersten Festengagements hatte der junge Bariton in Regensburg (1996-1999) und Darmstadt (1999-2001) und war in dieser Zeit bereits unter anderem als Wolfram im Tannhäuser, als Scarpia in Tosca, Amonasro in Aida und Germont in La Traviata zu erleben. Vor allem im Bereich der zeitgenössischen und modernen Opernliteratur sammelte er von Beginn an zahlreiche Erfahrung unter anderem in mehreren Uraufführungen und Werken wie Friedrich Cerhas Rattenfänger, Manfred Trojahns Enrico, sowie Alfreds Schnittkes Leben mit einem Idioten und Walter Braunfels Der Traum ein Leben.


Im Jahre 2000 debütierte er an der Deutschen Oper in Berlin als Dancaïro in Carmen und 2002 an der Bayerischen Staatsoper München mit dem Vater in Humperdincks Hänsel und Gretel.

Von 2004 bis 2006 war Thomas Johannes Mayer Ensemblemitglied am Theater Basel, wo er unter anderem Partien wie Don Giovanni, Wozzeck und Eisenstein in Die Fledermaus sang, bevor er 2006 an das Badische Staatstheater Karlsruhe wechselte, wo er bereits 2005 einen ersten vielbeachteten Wotan in der Walküre und Wanderer im Siegfried gestaltete sowie als Jago in Otello, Escamillo in Carmen und als Mathis der Maler in Paul Hindemiths gleichnamiger Oper zu erleben war.

Grosse Beachtung fand der Bariton 2007 in der Rolle des Achilles in der am Theater Basel uraufgeführten Fassung und als Inszenierung des Jahres preisgekrönten Oper Penthesilea von Othmar Schoeck unter der Regie von Hans Neuenfels.

2008 konnte er als Wozzeck bei seinem Debüt an der Mailänder Scala überzeugen, wo er 2009 mit ebenso großem Erfolg die Partie des Posa in Verdis Don Carlos sang.

In der gleichen Spielzeit reüssierte der Sänger bei einem kurzfristigen Einspringen in der Premiere der Walküre an der Hamburgischen Staatsoper und ist seither freischaffend tätig.
2012 gab er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Telramund in Hans Neuenfels legendärer Lohengrin-Inszenierung und war dort in den folgenden Jahren bis 2019 wiederholt sowohl in dieser Partie als auch als Holländer, Wanderer und Amfortas zu sehen.
Im Laufe seiner Karriere machte sich Mayer vor allem als Wotaninterpret einen Namen.

Bisher verzeichnet der Sänger etwa zweihundert Vorstellungen als Wotan und Wanderer in den Opern- und Konzerthäusern von Amsterdam, Bayreuth, Berlin, Boston, Budapest, Cagliari, Essen, Hamburg, Leipzig, Lissabon, Karlsruhe, München, Odense, Paris und Va- lencia.
2013 gab er mit Walküre sein Debüt an der Opera de la Bastille und gestaltete dort seitdem unter anderem den Misguir in Rimsky Korsakoffs Oper Snegurotschka, den Vodnik in Rusalka sowie die Titelpartie des Moses in Schönbergs Oper Moses und Aron.

2015 debütierte Thomas Johannes Mayer an der Wiener Staatsoper mit Telramund im Lohengrin, wo er seither als Wotan/Wanderer, Amfortas und Pizarro im Fidelio zu sehen war. 2019 sang er an selbigem Haus am Ring neben der Titelpartie in Manfred Trojahns gleichnamiger Oper den Orest und den Amfortas im Parsifal unter der Leitung von Valery Gergiev. Ausserdem sang er dort sowohl den Don Pizarro im Fidelio als auch den Pizarro in Beethovens Leonore.

Daneben war und ist Thomas Johannes Mayer regelmäßig an bedeutenden Opernhäu- sern wie dem Royal Opera House Covent Garden, der Berliner Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Dresden und der Oper Leipzig, der Staatstheater in Hannover, Stuttgart, Wiesbaden, Köln und Essen, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel, der Dutch National Opera Amsterdam, dem Maggio Musicale in Florenz, dem New National Theater Tokio, den Bregenzer Festspielen, dem Tanglewood-Festival in Boston und den Salzburger Festspielen zu Gast.

Das Repertoire des Sängers deckt die wichtigsten Partien seines Fachs ab: Unter anderem in den Titelrollen des Don Giovanni (Mozart) Wozzeck (Berg), Macbeth, Rigoletto, (Verdi) Eugen Onegin (Tschaikowski), Holländer (Wagner), Mathis der Maler (Hindemith), Moses (Schönberg) und Orest (Trojahn) und in Hauptrollen wie Amfortas, Telramund, Hans Sachs, Kurwenal, Wotan/Wanderer und Wolfram (Wagner), Amonasro, Jago, Germont, Posa (Verdi), Barak, Mandrika, Jochanaan (Strauss) und Scarpia (Puccini). Ausserdem ist Thomas Johannes Mayer weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert.

Namhafte Regisseure, wie David Alden, Stephan Braunschweig, Romeo Castelucci, Frank Castorf, Robert Carson, Willy Decker, Andreas Dresen, Achim Freyer, Götz Friedrich, Klaus Michael Grüber, Klaus Guth, Michael Hampe, Dietrich Hilsdorf, Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Andreas Kriegenburg, Günther Krämer, Harry Kupfer, Uwe Eric Lau- fenberg, Christof Loy, Hans Neuenfels, Vera Nemirova, Friedrich Meyer-Oertel, Peter Stein, Michael Thalheimer, Dmitri Tscherniakov und Robert Wilson sind seine szenischen Wegbegleiter.

Musikalisch konnte Thomas Johannes Mayer mit bedeutenden Dirigenten wie unter anderem Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Semjon Bychkov, Dennis Russell Davies, Ádám Fischer, John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Michael Gielen, Hartmut Haenchen, Mariss Jansons, Marek Janowski, Philippe Jordan, Wladimir Jurowski, Lothar Koenigs, Sir Neville Marriner, Zubin Mehta, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Donald Runnicles, Ulf Schirmer, Stefan Soltesz, Christian Thielemann, Simone Young, Marcello Viotti, Mario Venzago, Sebastian Weigle und Jaap van Zweden zusammenarbeiten.
Ausserdem ist er in Konzerten u.a. mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Bos- ton Symphonie Orchestra, dem Orchester des Radio France und dem RSO Berlin aufgetreten.

Ein ganz großes Anliegen ist Thomas J. Mayer die Nachwuchsförderung. Dafür hat er einen gemeinnützigen Verein gegründet mit dem Namen „Gesamtkunstwerk Klang e.V.“, wo neben Meisterkursen mit erfahrenen Lehrern auch andere Events angeboten werden.